Kanadiertour auf der Elbe

03.01.2022 11:42

Kanutour

Mal wieder Elbe fahren!

Nachdem wir unsere Hausstrecke Hansestadt Werben bis Bleckede des Öfteren gefahren sind, wollten wir mal weiter flussaufwärts starten.

Aus logistischen Gründen (Abstellmöglichkeit Fahrzeuge, Eisenbahnverbindung für die Rückholung) bietet sich der Flussabschnitt von Magdeburg nach Wittenberge an. Wir haben eine Woche Zeit, keine festen Tagesziele, wollen es ruhig angehen lassen und los geht‘s!

Kanutour

Wir, PeterPan, mit Greta – seinem Hundchen -  Docook und ich treffen uns beim Wassersportverein in Magdeburg, parken die Autos und starten am frühen Nachmittag. Durch starken Regen  in den letzten Tagen im Raum Dresden hat die Elbe guten Stromzug und die Uferbereiche sind über das sommerliche Maß hinaus gut aufgestaut….

Kanutour

Wir haben ein Tentipi Safir 9 light ohne Boden und PeterPan sein altbewährtes Pouch Zelt mit - ohne Boden versteht sich, so dass wir unter die Rubrik „biwakieren“ fallen. Wir biwakieren am Ufer – natürlich außerhalb von Schutzzonen – außer in Havelberg, wo wir einen örtlichen Kanuverein besuchen.

Vorbei an Magdeburg, unter der Autobahnbrücke der A 2 und dem Wasserstraßenkreuz Magdeburg suchen wir uns vor Einbruch der Dämmerung eine passende Sandbank . Das übliche Ritual: einer sucht Feuerholz und macht Feuer, einer baut das Tentipi auf…dann ist das Gemüse schnell geputzt, der Winnerwell Mini Multifunktional BBQ Smoker sorgt dafür das Essen schnell auf den Tisch kommt. Noch ein paar leckere Bierchen und schon ist Nachtruhe…

Kanutour

Nur wenige andere Boote sind unterwegs – eben Elbe, wir sind auf dem ganzen Tourenabschnitt - obwohl es Ferienzeit ist - nur drei Kajaks, 3-4 Motorbooten und zwei Binnenschiffen begegnet. (In Havelberg war natürlich der Teich voll!!)

Seeadler – und für mich das erste Mal Fischadler gesichtet – Kraniche, div. Gänsearten, Komorane, Graureiher, Turm- und Wanderfalke, Rotmilan etc…..Sauen und Rehwild, es wurde das volle Programm geboten, eben Elbe.

Zweites Biwak auf Grünland, erhöht über dem Strom mit dem Anblick der Türme von Tangermünde in einiger Entfernung. Ein schöner Platz, lecker Essen. Eine ausgiebige Abendrunde über die Wiesen und mit Sonnenuntergang in die Schlafsäcke.

Morgens durch das Tuckern eines Tankschiffes erwacht, gemütliches Frühstück. Ich fühle mich als wäre ich schon Tage unterwegs….Abstand , entspannen……Elbe eben…

Heute müssen wir in Tangermünde kurz raus, Vorräte auffüllen, diesmal werden wir unterwegs kein Brot backen. Dann gemütlich weiter. Wir treffen 2 Jungs mit einem uralten Pouch Kajak von Opa..Wir wundern uns, warum sie Schlangenlinie fahren…..ah bei näherem Hinsehen bemerken wir: sie sammeln den schwimmenden Unrat vom Fluss. Respekt. In Arnburg sind wir kurz raus und zum Aussichtpunkt am Hochufer gewandert. Schöne Aussicht nach Osten über das Urstromtal, lecker Bierchen im Biergarten und es geht weiter. Einen wunderschönen Biwakplatz gefunden – alte Ulmen, aufgelassene Viehweiden, keine Verkehrsgeräusche…….sogar mit Badbeucht und Badeinsel!

Wir wollen diesen Tag noch bis Havelberg, beim Wassersportverein campieren, duschen und schön essen gehen. Es ist ja Urlaub.  Schnell trägt uns der Strom zur Einmündung der Havel, nachdem wir zwei Gierfähren passiert haben. Und dann dieses langweilige geradeaus Paddeln bis zur Schleuse, kurz raus und die Schleusung anmelden, wir müssen 20 Minuten warten, es kommt ein Binnenschiff talwärts und wir werden dann geschleust. Ruckzuck um die Stadtinsel zum Wassersportverein…..oh welche Überraschung knüppeldicke voll, unser Zelte haben grad noch eine Ecke gefunden. Mit dem Essen war das so eine Sache wegen Corona…man wird platziert/oder auch nicht. Naja, wir haben noch was bei Asia-Griechen-Italiener bekommen.

Kanutour

Frühstück, Zeltabbau, langer Weg mit dem Gepäck zum Einstieg und ab dafür, kurze Wartezeit an der Schleuse und wieder auf die Elbe – Ruhe – Ab werben für uns bekannte Ufer, der Himmel bezieht sich dunkel, das Unwetter beschert uns nur einen kurzen Schauer. Auf den Sandbänken sammeln sich schon die ersten größeren Kranichtrupps. Peter Pan bleibt weit zurück…..wir paddeln auch sehr gemütlich, unser letzter Tag auf dem Fluss.

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Kurz vor Wittenberge finden wir einen super Biwakplatz auf  extensiv genutztem Grünland, die Rinder in Sichtweite. Die Hochspannungsleitung voll gespickt mit Schwalben und dabei jagende Falken. Noch einmal ein lecker Essen, das Bier muss weg…..am späteren Abend fährt die WaPo noch einmal den Fluss ab…leuchtet kurz zu uns rüber und Ruhe ist.

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Im Wittenberger Hafen hat sich einiges getan, vorne an gleich ein Wasserwanderer Rastplatz. Da setzen wir aus. Peter Pan bleibt mit Greta in Wittenberge und wir wandern einige Kilometer zum Bahnhof, bekommen noch gegen 13:00 Uhr einen Zug nach Magdeburg. Die Fahrt geht durch die Hinterhöfe von Sachsen-Anhalt. Dann noch eine Taxifahrt zum Wassersportverein im Süden von MD. Über die überfüllte Landstraße – Ferienende in Sachsenanhalt und Sachsen/Thüringen oder so – sind wir dann am späten Nachmittag wieder in Wittenberge. Für diesen Transfer mit Heimreise  (nach HH) sollte man schon einen Tag einkalkulieren, alles andere wäre Stress.

Alles in Allem: ein schöner Elbe Abschnitt, lohnt sich wenn man flexibel ist, kleines Tentipi  (max. 7er) MIT zusätzlich Sandheringen, im Sommer Trangia mit Gas o. ä. wegen der Brandgefahr und Feldstecher nicht vergessen.

Kanutour

Viele Grüße, Albert


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