Wintertouren - worauf achten und wo informieren

03.01.2022 09:38

Wintercamping

Im Winter im Zelt draußen ist ein ganz besonderes Erlebnis. Und dabei kommt es nicht darauf an, ob es ein gemütliches Tipi mit warmen Ofen ist, oder ein kleines, sturmstabiles Zelt - Hauptsache draußen!

Es gibt aber einige Punkte, die du beachten musst, denn im Winter ist einiges anders - besonders bei knackigen Minusgraden. Ich will hier keine endlosen Packlisten oder Infos schreiben; das haben schon genug Menschen gemacht. Aber ein paar Punkte führe ich kurz auf, da ich denke, dass sie wichtig sind. Ich empfehle euch da auf jeden Fall den Blog Winterfjell von Malte!

Zelt

In den drei restlichen Jahreszeiten reicht meist ein leichtes, luftiges Zelt bzw. ist es sogar deutlich angenehmer. Im Winter jedoch sollte dein Zelt ein Außenzelt besitzen, dass bis zum Boden runtergezogen ist oder idealerweise auch noch Snowflaps hat. Da schaufelst du dann ordentlich Schnee gegen/drauf und das Zelt steht sicher. Gleichzeitig kann der Wind weniger unters Zelt greifen und es wird auch noch wärmer drinnen. Bei starkem Schneefall muss immer wieder der Schnee auf dem Außenzelt entfernt werden!

Isomatte & Schlafsack

Wo es im Sommer nur um Komfort geht, geht es hier darum, nicht zu (er)frieren! Die Isolation von unten ist mindestens so wichtig, wie die vom Schlafsack. Bedenke, dass die Füllung des Schlafsacks unter dir zusammengedrückt wird und kaum noch isoliert. Deshalb empfehlen wir dir eine Kombi aus einer robusten Schaummatte (am besten geschlossenporiger Evazote-Schaum) und einer gemütlichen Matte deiner Wahl. Dein Schlafsack sollte mindestens 5 Grad mehr verkraften, als du erwartest - bei den Damen bitte mindestens 10 Grad mehr rechnen. Ob Daune oder Kunstfaser.... da kann man Ewigkeiten drüber diskutieren! Es gibt tolle Schlafsäcke in beiden Varianten. Daune hat den Vorteil des kleineren Packmaß, dafür solltest du aber bei längeren Touren auf jeden Fall einen VBL (Vapor Barrier Liner) mitnehmen.

Heringe

Heringe, die mit einem Zelt geliefert werden, sind meistens nicht für den Winter geeignet. Im Schnee (wie auch im Sand) benötigst du Modelle, die eine wesentlich größere Oberfläche haben, um dein Zelt sturmsicher zu verankern. Wie groß die Heringe sein müssen, hängt von der Größe deines Zeltes ab - ein 5er Tentipi bietet natürlich wesentlich mehr Windangriffsfläche, als z.B. ein Wechsel Exogen.

Kocher

Auch dem Kocher müssen wir im Winter genauere Beachtung zukommen lassen! Was bei +20° funktioniert muss nicht zwangsläufig bei -20° funktionieren. Es empfiehlt sich nach meiner Erfahrung ein Benzinkocher - ich bin übrigens ein riesen Fan vom MSR Whisperlite in Kombi mit einem Trangia! Daher haben wir einen speziell entwickelten Adapter dafür im Programm!

Pulka oder Rucksack

Das ist immer eine gute Frage! Grundsätzlich funktioniert beides sehr gut und - wie immer - gibt es bei jedem Vor- und Nachteile. Eine Pulka lässt sich in verhältnismäßig ebenem Gelände wesentlich angenehmer ziehen und auch das Packen und der Zugriff unterwegs auf die Ausrüstung ist deutlich angenehmer. Ein großer Rucksack hingegen ist im steilen oder dicht bewaldetem Gelände deutlich angenehmer. In den meisten Regionen Skandinaviens würde ich eine Pulka wählen. Wer unschlüssig ist, landet mal wieder bei Winterfjell und kann sich dort eine Pulka leihen.


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